Ja, sie ist eine der schönsten Buchten auf der Insel, wenn nicht DIE schönste. Direkt vor den Hängen des Supramonte. Wer da vorbei fährt oder gar nie gewesen ist, verpasst was und ist auch noch selbst schuld.
Wir nehmen die Goloritzè in einem Tagestörn von Santa Maria Navarrese aus In Angriff. Wir sind guter Dinge, als wir die Pedra Longa auf dem Weg dorthin passieren. Doch dann, gleich hinter dem Capo Monte Santu brist es kräftigauf. Kapeffekt nennt sich das, wenn an einer Ecke Land der Wind beschleunigt und umgelenkt wird. Hier ist er besonders kräftig und wir verkleinern das Grosssegel, nur um es dann doch gleich ganz zu bergen. Nur mit dem Vorsegel fahren wir 7 Knoten, stramm auf die Bucht zu. Die selbst ist geschützt, hat mit 5 m optimale Ankertiefe und wir bleiben hier gern über Nacht.
Aber wellig ist es. Ohne Ende. Und sie kommen seitlich, so dass sich die Assajé kräftig neigt. Eine ungemütliche Nacht wird das. Aber zuerst sind wir erstaunt, wieviele Menschen in dieser vermeintlich einsamen Bucht sind. 50 mindestens! Viele davon Wanderer, denn diese Bucht ist ausser mit dem Boot nur nach einer 1,5-stündigen Wanderung und nicht mit dem Auto erreichbar; dazu einige Kletterer, die den prägnanten Gipfel der etwa 140 m hohen Felsnadel Punta Goloritze erklimmen wollen.
Am nächsten Morgen gibt es dann zum Frühstück die gesamte Schönheit der Goloritzè:


