22 Seemeilen, davon gut die Hälfte durch eine Schlechtwetterzone, reichen, um überglücklich in einem Hafen anzulegen. Losgefahren sind wir in Castelsardo gegen Mittag bei grauem Himmel und wenig Wind, vorhergesagt waren gegen Abend stärkere Böen, und am nächsten Tag Mistral und hohe Wellen. Der Wind wollte uns zu Beginn kaum voranbringen – das Eisenschwein, der Motor, lief meistens mit, damit wir nicht zu spät in Stintino ankommen und bei Dunkelheit in den starken Wind kämen.
Nebenher ließ Marc denn auch den Satz des Tages verlauten:
„Na willst mal wieder unmotiviert an Deinem Segel rumfummeln?“
Nicole fummelte, und suchte den Wind, bis ca. auf halber Strecke dann endlich welcher aufkam. Der nahm stetig zu und dann gabs gleich so viel, dass wir zwischen Wellengegaaage, Gereffe, Kursgewechsle und auf halber Strecke blockierter Rollfock (= sehr unpraktisch) richtig zu tun hatten. Die Segel waren dann schon nach max. einer Stunde wieder unten. Aber die Seemeilen zum Ziel wurden immer weniger und irgendwann waren wir im Hafen.
In Stintino bleiben wir bis Sonntag und erzählen dann auch vom heutigen Tag in Ruhe und in Bildern.

