11. Stopp: Capo Pecora / Portixeddu
Schon an Land ist Capo Pecora einer meiner liebsten Flecken auf der Insel, das Schafskap. Auf unserer Reise Richtung Süden hält es uns auf, und blökt: ankert hier, ankert hier!
Eigentlich wollten wir von Tharros (der Ankerplatz vor den Ruinen einer karthagischen Stadt wird eindeutig überbewertet) ganze 45 Seemeilen bis Carloforte schaffen.
Knapp 28 Seemeilen reichen auch, zumal wir davon vier Stunden mit Motorunterstützung fahren mussten, mangels Wind, fünf Knoten bringen Bootn! leider nicht so richtig zügig vorwärts, das reicht maximal für Quietschgeschwindigkeit. Während Autohelm steuert, hat der ein oder andere Zeit für ein bel niente, ein schönes Nichts; der andere oder eine macht etwas Fitness vermittels 10-Liter-Wasserkanister. Jetzt noch weitere vier Stunden Motor? Och, nö.
Also, heute ankern, morgen früh aufstehen – und dann nach Carloforte.
Unsere Ankerbucht vor dem Minidorf Portixeddu ist genial – türkisblaues Wasser, sanfte Wellen, ein weiter Sandstrand liegt an Land, und durchs Fernglas sehen wir gut 100 jubelnde, gut gelaunte Leute, die im Wasser wie in einem Fitnessclub nach richtig guter Club-Latinomusik und Vortänzer zappeln (das ist die um mehrere Dimensionen coolere Version vom Kreuzfahrtschiff mit Aquafitness und Kneippschem Wassertreten). Italiener können echt Spaß haben! Lustig hier!
Anfangs machen Thermik und Fallwinde mit Böen (wir nennen sie Böhs und stellen uns wollig-zerzauste Schafe vor, das macht sie gleich viel netter) von bis zu 12 Knoten das Ganze noch etwas mühsam, aber bald kehrt wind- und wasserseitig Ruhe ein.
Gute Musik, wir sitzen mit nem Bier an Bord, das wirkt und lässt den Gang zum Bug ein Mü schwankiger werden und wieder einmal gilt:
Es ist schon gut. Assajé.












Geiler Hut!
Die Italiener sind uns modisch einfach immer einen Schritt voraus;-)